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Schönsittich

auch: Turquoisinsittich oder Türkissittich
Wiss.: Neophema pulchella
Engl.: Turquoise Parrot

Kennzeichen:

Länge: 20 cm
Gewicht: ca. 40 g

Männchen: grün, Vorderkopf, kleine und mittlere Flügeldecken türkisblau. Untere Fügeldecken und äußerer Rand der Schwungfedern dunkelblau, braunrotes Band zwischen grünen und türkisfarbenen Flügeldecken. Brust und Bauch gelb oder manchmal orangerot, Schnabel schwarzgrau, Iris braun, Beine rosa, Krallen braunschwarz.

Weibchen: matter gefärbt, weniger blau am Vorderkopf und Brust hellgrün. Das braunrote Band auf den Flügeldecken fehlt, weißer Unterflügelstreif vorhanden.

Jungvögel: ähnlich den Weibchen, noch matter gefärbt. Volle Ausfärbung mit ca. 5-7 Monaten.

Unterarten: keine
Heimat: Südost-Australien
Lebensraum: hügelige Wald- und Felsgebiete, Flußtäler
Freileben: Schönsittiche kamen bis Ende des 19. Jahrhunderts / Anfang 20. Jahrhunder häufig vor. Danach verschwanden sie und galten zeitweise sogar als ausgestorben. Man vermutet die Umwandlung ihres Lebensraumes durch den Menschen sowie eine seuchenartige Erkrankung als Ursachen. Nach einigen Jahren tauchten ein paar Exemplare wieder auf und der Bestand erholte sich.

Paarweise und in kleinen Gruppen. Morgens und abends suchen sie nach Nahrung, die hauptsächlich aus Grassamen besteht. Während der Nahrungssuche zwitschern sie leise. Tagsüber halten sie sich auf Bäumen auf. Ihr Flug ist schnell und flatternd. Ihr Kontaktruf ist ein leises, aber druchdringendes zweisilbiges Pfeifen.

Brutzeit im August, sie kann bis Dezember andauern, wenn unter guten Bedingungen zwei Bruten hintereinander erfolgen. Gebrütet wird in Astlöchern oder Baumstämmen, häufig von Eukalyptusbäumen,  oder auch Zaunpfählen. Die Durchmesser der Bruthöhlen sind sehr unterschiedlich. Das Gelege, das aus 4-5 Eiern besteht, wird ca. 18 Tage bebrütet. Das Weibchen brütet alleine. Die Jungvögel fliegen im Alter von ca. 30 Tagen. Der Familienverband bleibt noch einige Zeit bestehen.

Nahrung: Neophemenfutter oder Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Hafer, Weizen, Buchweizen, Leinsamen, Negersaat, Wildsamen, Kardi, wenige Sonnenblumenkerne), welches man mit Wellensittichfutter mischen kann, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren
Haltung: Haltung in großem Käfig mit viel Freiflug / Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 2,50-3x1,50x2 m LxBxH für ein Paar) mit mindestens frostfreiem Schutzraum.

Schönsittiche galten früher als sehr anfällig. Nach dem 2. Weltkrieg wurden in Europa Zuchstämme aufgebaut, die robust und ausdauernd sind. Schönsittiche nagen kaum und sind sehr lebhaft, besonders morgens und abends. Ihre Stimme ist meistens ein hohes leises Zwitschern. Wenn sie sich rufen tun sie dies mit zweisilbigen durchdringenden Rufen. 
Bei zu wenig Flugmöglichkeiten und Futter mit einem zu großen Anteil fetthaltiger Samen (z.B. Sonnenblumenkerne, Hanf, Leinsamen, ...) neigen Schönsittiche zur Verfettung. Deshalb und wegen ihrer Aktivät sind sie keine Käfigvögel, sondern sollten besser in großen Volieren (Maße siehe oben, es sind keine "Volieren" aus dem Zoohandel gemeint), wenigstens aber in Käfigen mit sehr viel Freiflug gehalten werden.

Sie halten sich gerne auf dem Boden auf. In Außenvolieren sollte deshalb der Kot vorbeugend halbjährlich auf Wurmbefall untersucht werden. So erspart man den Vögeln eine unnötige Behandlung mit dem Parasitengift, sollte kein Befall vorliegen.

Von allen Grassitticharten sind sie die unverträglichste. Paare sollten deshalb einzeln  und nicht in der arteigenen Gruppe gehalten werden. Schönsittichhähne vertragen sich untereinander normalerweise nicht. Auch gegenüber anderen Sittichen und Papageien verhalten sie sich häufig aggressiv. 
Sie vertragen sich aber in der Regel gut mit anderen Vögeln (z.B. Prachtfinken).

Sie sind für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht geeignet, wenn diese eine Außenvoliere mit Schutzraum (sicher die geeignetste Haltung) oder entsprechend große Innenvolieren besitzen oder alternativ bei Käfighaltung viel Freiflug geben können und außerdem keinen großen Wert auf Zahmheit legen. Dann sind Schönsittiche angenehme Vögel, deren Beobachtung viel Spaß macht.

Zucht: Ab einem Jahr fortpflanzungsfähig, einige Züchter empfehlen, sie erst mit 1,5 Jahren zur Zucht anzusetzen, da diese Weibchen sich erfahrungsgemäß oft besser um die Jungvögel kümmern und es zu geringeren Verlusten kommt. Normalerweise sind Schönsittiche aber zuverlässige Eltern.

2-3 Bruten / Jahr. Brutbeginn in der Regel im April. Legeabstand: 2 Tage.
Ab dem 2. Ei brütet die Henne fest.

Es wird oft empfohlen keine weiteren Grassitticharten in den Nachbarvolieren zu halten, da sie sich sonst von der Brut ablenken können.

Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Auch die geschlüpften Jungen werden vom Männchen gefüttert. Schönsittiche sind gegenüber vorsichtigen Nistkastenkontrollen normalerweise recht unempfindlich.

Nach dem Erreichen der Selbstständigkeit sollten die Jungevögel von ihren Eltern getrennt werden, da das Männchen sonst aggressiv reagieren könne. An das Volierengitter sollten gegebenenfalls Zweige oder Schilfmatten angebracht werden, damit die Jungvögel die Grenzen leichter erkennen und ihnen ausweichen können. Es kann sonst bei Erschrecken und schnellem Flug zu Verletzungen und sogar zum Tod kommen.

Mit ca. 3 Monaten fangen auch die Hähne in Jungvögelgruppen häufig an aggressiver gegenüber den anderen Hähnen zu reagieren, so dass auch hier ggf. getrennt werden muss. Die Hennen können problemlos zusammen gehalten werden.

Nistkastenmaße: ca. 15x15x30 cm LxBxH oder Nistkasten quer (Größe Wellensittichnistkasten), Einschlupflochdurchmesser: 6 cm, Bodenbelag: Sägespäne und / oder Holzmulm. Naturstammhöhlen werden ebenfalls angenommen.

Gelege 4-7 Eier, Brutdauer ca. 18 Tage, Nestlingszeit ca. 30 Tage, Selbständigkeit ca. 2 Wochen nach dem Ausfliegen.

Ringgröße:
Deutschland: Empfehlung des BNA*: 3,8 mm Ø. 
Schweiz: 4,0 mm Ø

Mischlinge mit Schmucksittich, Glanzsittich, Feinsittich.

* BNA = Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V.

Mutationen: Gelb, Gescheckt, Olivgrün, Falbe, Pastellblau, Blau, Opalin, Zimt
Rotbauch, Rotbrust (eigentlich Farbabweichungen, keine Mutation im eigentlichen Sinn)

Heutzutage ist es, wie bei einigen anderen Sitticharten, schwierig, rein wildfarbene Schönsittiche in den Volieren zu finden.

Vererbung: Gelb, Gescheckt, Zimt, Falbe Pastellblau, Blau: rezessiv
Schecken: geschlechtsgebunden
Olivgrün: intermediär

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